Kardiale MRT im Ultrahochfeld – 7 Tesla

Die Erhöhung der Stärke des Hauptmagnetfeldes geht mit einer Erhöhung des Signal-zu-Rausch- und Kontrast-zu-Rausch-Verhältnisses einher. Dieser Gewinn kann in höhere zeitliche und räumliche Auflösung und schnellere Bildakquise umgesetzt werden. Dieses Potential weckt die Hoffnung, mittels Ultrahochfeld-MRT (aktuell 7 Tesla für Humanuntersuchungen) eine sehr detaillierte, beinahe mikroskopische Charakterisierung des Herzmuskelgewebes durchführen zu können, und so einen neuen nicht-invasiven Zugang zu (patho-)physiologischen Mechanismen zu erhalten. Bevor dieses Potential jedoch genutzt werden kann, müssen innovative Lösungen für zahlreiche komplexe technische Herausforderungen, die mit dem Ultrahochfeld verbunden sind, entwickelt werden. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe für Ultrahochfeld-MRT des Max-Delbrück-Zentrums unter Leitung des Physikers Herrn Professor Niendorf arbeiten wir an der Etablierung der kardialen MRT bei 7 Tesla. Erste gemeinsame Projekte konnten einen neuartigen Trigger-Mechanismus (ACT, acoustic cardiac trigger) erfolgreich validieren, und die Cine-Bildgebung bei 7 Tesla etablieren – damit zählen wir zu den führenden Wissenschaftlern auf diesem Gebiet weltweit.

Kontakt: Florian von Knobelsdorf (florian.von-knobelsdorff@charite.de)

Marcel Prothmann (marcel.prothmann@charite.de)

Valeriy Tkachenko (valeriy.tkachenko@charite.de)