Kardiale MRT Berlin-Buch - allgemeine Patienteninformationen
Allgemeine Informationen
Magnetresonanztomografie (MRT) funktioniert ohne Röntgenstrahlung, eine Strahlen-
exposition durch diese Untersuchung findet also nicht statt. Die Bilder, die mit der MRT
aufgenommen werden entstehen durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren, deren
Grundlage der relativ hohe Wassergehalt des menschlichen Körpers ist.
Der Wasserstoffanteil des Wassermoleküls (H2O), die sog. Protonen (H+) können
(neben anderen geladenen Teilchen) durch die MRT sichtbar gemacht werden (Abb. 1).
Hierzu wird zum einen ein sog. statisches Magnetfeld benötigt, das durch die Röhre des
MRT-Geräts erzeugt wird. In diesem Magnetfeld werden die Protonen im Körper entlang
des äußeren Magnetfelds in der Röhre ausgerichtet (Abb. 2). Durch einen kurzen
elektromagnetischen Impuls (also ein zweites Magnetfeld) werden die entlang des
äußeren Magnetfeldes ausgerichteten Protonen ausgelenkt (Abb. 3). Wird der elektro-
magnetische Impuls beendet, richten sich die Protonen wieder entlang des Magnetfeldes
in der Röhre aus. Während der Wiederausrichtung geben die Protonen ein - wiederum
elektromagnetisches - Signal ab, das vom MRT-Gerät gemessen werden kann (Abb. 4).
Um das empfangene Signal zu verbessern, werden bei MRT-Untersuchungen des
Herzens sog. Oberflächenspulen verwendet. Dies sind Elemente von Spulen (wie man
sie aus Radiotransistoren oder anderen Heimelektroartikeln kennt), die vor und hinter
das zu untersuchende Objekt (in diesem Fall Ihr Herz) gelegt werden und Signale der
Protonen auffangen können.
Nach dem Verlassen des statischen Magnetfeldes der MRT-Röhre richten sich die
Protonen dann wieder in ihren Zustand vor der Untersuchung aus (Abb. 1).



