Kardiale MRT Berlin-Buch - Bekannte Risiken
Bekannte Risiken
Es sind nur wenige Risiken von MRT-Untersuchungen bekannt. Wichtig ist vor allem, dass keine metallhaltigen Gegenstände in die Nähe des Magnetfeldes gebracht werden dürfen, da diese sonst vom Magnetfeld angezogen werden und sich erwärmen können.
Ausgeschlossen von einer MRT-Untersuchung sind deshalb alle Patienten mit implantierten metallischen Geräten wie Herzschrittmacher, Defibrillatoren, Medikamentenpumpen oder sonstigen metallischen Implantaten. Knochen- und Gelenkimplantate neueren Datums können in aller Regel untersucht werden, da diese zumeist aus Titan oder anderen nicht magnetischen Metallen gefertigt sind. Auch neuere Herzklappen sowie Koronarstents können in aller Regel gefahrlos untersucht werden. Vorsicht ist lediglich bei älteren Herzklappenprothesen geboten.
Gefäßclips (kleine Metallklammern zum Verschluss von Gefäßen) z. B. nach Bypassoperationen können gefahrlos untersucht werden, sollten sich jedoch im Kopf nach Gehirnoperationen Gefäßclips befinden (z. B. nach Aneurysmablutungen im Gehirn), sollte aufgrund der Gefahr einer Erwärmung oder einer etwaigen Bewegung der Clips durch das Magnetfeld von einer Untersuchung abgesehen werden. Auch sog. Gefäßcoils (zum Verschluss von Gefäßaneurysmen) sollten eher nicht in der MRT untersucht werden.
Da durch die Einwirkung elektromagnetischer Wellen prinzipiell auch die Möglichkeit einer Gewebeerwärmung besteht, werden schwangere Patientinnen nur in Ausnahmefällen untersucht (das Fruchtwasser um das Kind herum könnte sich erwärmen).
Prinzipiell besteht auch die Möglichkeit, dass Nerven durch elektromagnetische Impulse angeregt werden können (sog. periphere Nervenstimulation), so dass es in äußerst seltenen Fällen zu einem Kribbeln oder leichten Muskelzucken kommen kann. Alte Tätowierungen enthalten oftmals eisenhaltige Farbstoffe (v. a. schwarze Tattoos), diese können während der Untersuchung zu einem Verlaufen der Tätowierung führen. Piercings müssen vor der Untersuchung entfernt werden.



