Kontrastmittel

Bei bestimmten Fragestellungen muss im Rahmen der MRT-Untersuchung ein Kontrastmittel verwendet werden. Diese Fragestellungen sind z. B. die Darstellung von Narben im Herzmuskelgewebe (sog. Vitalitätsdiagnostik), die Untersuchung auf Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) oder die Darstellung von Gefäßen (sog. Angiografien). Das Kontrastmittel erlaubt es Herzschäden schon sehr früh zu sehen, auch wenn die Leistung des Herzens nochmal ist. Darüberhinaus gestattet es, die Ursachen von zB Wandbewegungsstörungen zu unterscheiden.

Bei dem verwendeten Kontrastmittel handelt es sich nicht um ein Röntgenkontrastmittel (diese enthalten sehr viel Jod und können potentiell zu einer Nierenschädigung führen), sondern um ein spezielles MRT-Kontrastmittel (Gadolinium-DTPA), das die Magneteigenschaften des Körpers (d. h. der Protonen) verändert. Das MRT-Kontrastmittel ist gut verträglich und wird durch den Körper schnell wieder ausgeschieden. Bringen Sie bitte Ihre aktuellen Nierenwerte (Kreatinin-Wert, GFR) mit. Eine spezielle Organisation und Absprache ist nur bei dialysepflichtigen Patienten notwendig.

In seltenen Fällen kann die Gabe des Kontrastmittels, die in allen Fällen über einen venösen Zugang erfolgt, der Ihnen vor der Untersuchung angelegt werden muss, einen metallischen Geschmack im Mund hinterlassen.  Kopfschmerzen oder Übelkeit treten in sehr selteneren Fällen auf. Schwerwiegende allergische Reaktionen auf das Kontrastmittel sind als Rarität zu bezeichnen. Während der Untersuchung ist immer ein Arzt dabei.