Hypertrophe Kardiomyopathie

Die hypertrophe Kardiomyopathie lässt sich in der kardialen MRT sehr gut diagnostizieren und im Verlauf beurteilen, was in aktuelleren Leitlinien bereits berücksichtigt wurde. Der größte Vorteil gegenüber der Echokardiographie liegt in der Möglichkeit der Myokarddifferenzierung. Die late enhancement-Technik erlaubt es, nicht-invasiv fokale Fibrosen zu detektieren und zu quantifizieren. Jüngere Studien konnten einen Zusammenhang zwischen ventrikulären Herzrhythmusstörungen und einem positiven late enhancement zeigen. Ein Fokus unserer wissenschaftlichen Arbeit ist die Optimierung dieser Methode und die Untersuchung ihres prognostischen Werts. Außerdem untersuchen wir, inwiefern die Myokarddifferenzierung helfen kann, die hypertrophe Kardiomyopathie von anderen Formen der linksventrikulären Hypertrophie z.B. der hypertensiven Herzerkrankung abzugrenzen. In der Vergangenheit konnten wir die MRT-basierte Planimetrie des linksventrikulären Ausflusstraktes als gute Alternative zur Messung des Druckgradienten in der Echokardiographie etablieren. Gegenwärtig setzen wir uns auch mit den Chancen höherer Feldstärken bei der HCM auseinander.

Kontakt:

Andre Rudolph (a.rudolph@charite.de)

Marcel Prothmann (marcel.prothmann@charite.de)