Allgemeine Informationen

Magnetresonanztomografie (MRT) funktioniert ohne Röntgenstrahlung, eine Strahlenexposition durch diese Untersuchung findet also nicht statt. Die Bilder, die mit der MRT aufgenommen werden entstehen durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren, deren Grundlage der relativ hohe Wassergehalt des menschlichen Körpers ist. Der Wasserstoffanteil des Wassermoleküls (H2O), die sog. Protonen (H+) können (neben anderen geladenen Teilchen) durch die MRT sichtbar gemacht werden (Abb. 1). Hierzu wird zum einen ein sog. statisches Magnetfeld benötigt, das durch die Röhre des MRT-Geräts erzeugt wird. In diesem Magnetfeld werden die Protonen im Körper entlang des äußeren Magnetfelds in der Röhre ausgerichtet (Abb. 2). Durch einen kurzen elektromagnetischen Impuls (also ein zweites Magnetfeld) werden die entlang des äußeren Magnetfeldes ausgerichteten Protonen ausgelenkt (Abb. 3). Wird der elektromagnetische Impuls beendet, richten sich die Protonen wieder entlang des Magnetfeldes in der Röhre aus. Während der Wiederausrichtung geben die Protonen ein – wiederum elektromagnetisches – Signal ab, das vom MRT-Gerät gemessen werden kann (Abb. 4). Um das empfangene Signal zu verbessern, werden bei MRT-Untersuchungen des Herzens sog. Oberflächenspulen verwendet. Dies sind Elemente von Spulen (wie man sie aus Radiotransistoren oder anderen Heimelektroartikeln kennt), die vor und hinter das zu untersuchende Objekt (in diesem Fall Ihr Herz) gelegt werden und Signale der Protonen auffangen können. Nach dem Verlassen des statischen Magnetfeldes der MRT-Röhre richten sich die Protonen dann wieder in ihren Zustand vor der Untersuchung aus (Abb. 1).